14908291_10209443375034409_4718982751735892656_n

Wie alles begann…

Es ist wie ein Kampf – ein Kampf zwischen Körper und Geist. Ich mag so viel erreichen, doch ständig ist da dieses nervige etwas, was mich hindert ich selbst zu sein.
Doch zunächst einmal: Hallo! Hallo, in meiner Welt, meiner Geschichte, meiner Erkrankung. Ich hätte nie gedacht mal etwas ausführliches draus zu machen, geschweige einen Blog zu erstellen, doch meine ewige Unklarheit und zahlreiche Forenbeiträge verzweifelter Betroffener, helfende und viele nicht helfende Websites, Erfahrungen und Gespräche zeigten mir, dass es eventuell ganz hilfreich sein könnte.

Alles begann eigentlich von heute auf morgen. Damals arbeitete ich noch in einer hamburger Werbeagentur und nebenbei in einem Supermarkt in Lübeck. Lübeck, ja da wohn ich, eigentlich. Ganze 24,5 qm darf ich hier mein Eigen nennen – Eine Stube, eine Küche im Flur, ein Bad zum ein Schritt rein, umdrehen und wieder rausgehen.Ich war selten krank, hatte ab und zu mal ein bisschen Husten, Schnupfen, Standarddinge. 2015 war eigentlich ein recht ruhiges Jahr – Gut, meine letze Weisheit ging beim Kieferchirurgen flöten, im Sommer hatte ich eine nicht gerade leicht gefallene Trennung hinter mir, eine verschleppte Angina, viele neue Bekanntschaften geschlossen, alte verloren, nun ja…
Die ersten Anzeichen, dass irgendetwas nicht stimmt, waren erstmals Anfang August da. Ich hatte häufiger Muskelkrämpfe – den schlimmsten an einem Samstag. Ich war gerade am Arbeiten als mir wir ein Schlag etwas in beide Hände und dem Kopf fuhr. So schlau wie ich war, kämpfte ich dagegen an. Ich verlor den Kampf und hatte nun Probleme die Arme zu bewegen. Als ich dann am folgenden Tag aufwachte, war mein Kreislauf komplett im Keller. Ich konnte mich kaum aus dem Bett erheben und war dann auch fast nur am Schlafen. In den folgenden Tagen hätte ich meinen Wecker erschlagen können. Ich war, egal wie viel ich geschlafen hatte, fix und fertig. Auf dem Weg zur Arbeit, schlief ich täglich in der Bahn ein und beim Aus-/Ein- und Umsteigen wurde mir ständig schwindelig. Ich  kaufte mir Brausetabletten mit Vitaminen – Wird schon helfen, dachte ich. Doch am Donnertstag fand das Ganze dann seinen Höhepunkt. Mitten in einer Teamsitzung hatte ich so einen Schub. Ich konnte mich kaum auf dem Stuhl halten, noch aufpassen. Ich wollte mir so wenig wie möglich anmerken lassen und flüchtete nach Ende so schnell es ging – wankend. Alles verschwamm, eine Kollegin sprach mich an, da ich anscheinend sehr blass war, mein Kreislauf wollte nicht mehr so recht. Ich setzte/legte mich hin und schwubs war es vorbei und ich hab mich trotz Bemutterung, Trinkzeugs, kalte Flaschen Bier an den Handgelenken und einem nassen Tuch auf dem Kopf nicht mehr eingekriegt. Zwischen Küche, WC, Mittagstisch und Büroräumen lag ich hilflos da und bekam noch mehr Aufmerksamkeit. Ich hasse Aufmerksamkeit. Der Krankenwagen kam, sie namen mich mit.

Nun bin ich seit 432 Tagen krank geschrieben,  war bei ganzen 24 Ärzten, 7 mal in der Notaufnahme, 4 Wochen zur Reha, hatte 3 Psychotherapie-Versuche, 3 Physiotherapeuten, war/bin bei 4 Heilpraktikern (homöopathisch, biochemisch, TMC und Osteopathie) in Behandlung und bin noch lange nicht am Ende.

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.